Wie kann ich ein Kondom überziehen, ohne etwas falsch zu machen?

Beim Kondom überziehen kann man Einiges falsch machen. Das ist in diesem Fall besonders tragisch, da die Schutzfunktion des Kondoms nur bei sachgemäßer Verwendung erhalten bleibt. Zuallererst muss gesagt werden, dass sich Produkte wie Kondome einem umfangreichen Belastungstest unterziehen müssen, bevor sie auf den Markt gebracht werden. Hiermit möchte man gewisse Spielräume in den Bedingungen sicherstellen, unter denen die Kondome ihre volle Schutzfunktion ausüben können. Trotzdem können diese Tests nicht alle Unabwägbarkeiten vorhersehen und schon gar nicht eine unsachgemäße Behandlung der Produkte vermeiden. Hier hilft nur Aufklärung und Probieren. Denn Eines muss man sich immer bewusst halten – Kondome bestehen aus einer extrem dünnen Gummischicht, welche relativ leicht reißen kann, begegnet man ihr etwa mit spitzen Gegenständen.

Kondom überziehenDas Kondome überziehen wird häufig als eine technisch schwierige Aufgabe sowie lästige Unterbrechung des Sexualakts betrachtet und erfreut sich deshalb einer begrenzten Zustimmung. Dabei sind die technischen Probleme mit ein wenig Übung beherrschbar. Es ist ratsam, den Ernstfall zu Hause zu simulieren, bevor er eintritt. Dann ist man später gut vorbereitet und erscheint nicht als unerfahren. Mit ein bisschen Übung geht das Kondome überziehen in wenigen Sekunden und sogar beiläufig von statten.

Eine häufig unerwähnte, aber sehr reizvolle Variante, ist das spielerische Kondome überziehen durch die Frau. Diese kann das entweder klassisch mit der Hand vornehmen oder den Partner oral bestücken. So oder so, sollte „Mann“ darauf achten, dass das Kondom dabei nicht beschädigt wird. Frauen sind häufig deutlich ungeübter im Umgang mit Kondomen und verfügen nicht selten über spitze Fingernägel, die den Gummi reißen lassen.

Wie mache ich es nun richtig

Zuallererst sollte man sich die Hülle anschauen, in der das Kondom verpackt ist. Diese muss frei von Beschädigungen, darf also nicht angerissen sein oder Löcher haben. Ist das nicht Fall und die Verpackung erscheint in Ordnung, muss man diese vorsichtig öffnen, um an das Kondom zu gelangen. Dafür reißt man behutsam einen schmalen Rand ab. Rand deshalb, weil die Gefahr einer Beschädigung des Kondoms größer wird, macht man die Verpackung in der Mitte auf. Der Gebrauch von Scheren zum Öffnen der Schutzhülle ist dringend zu vermeiden. Die Hüllen lassen sich durch die gezackten Ränder, die so etwas wie Sollbruchstellen darstellen, ohne Probleme mit der Hand aufmachen.

Nun kann das Kondom vorsichtig entnommen werden und auf das erigierte Glied abgerollt werden. Dabei ist auf die Richtung zu achten, in die das Kondom über den Penis gestreift werden kann. Das geht nur in eine Richtung – ein irrtümlich falscher Ansatz wird in der Regel schnell bemerkt. Auf keinen Fall darf es einen großen Widerstand geben, das wäre ein erstes Indiz für eine falsche Abrollrichtung. Kleiner Hinweis – das Reservoir, der kleine Zipfel am oberen Ende, zeigt normalerweise an, in welche Richtung man das Kondom überziehen muss.

Das Reservoir ist der Ort, an dem sich das Sperma nach dem Orgasmus sammeln soll. Es muss vom Penis abstehen und sollte beim Abrollen des Kondoms zusammengedrückt werden, damit sich dort keine Luft befindet, wenn der Samen in den Gummi strömt. Ist das Kondom über die ganze Länge des Penis abgerollt, kann es auch schon losgehen. Nach dem Sex ist darauf zu achten, dass es beim Abnehmen des Kondoms zu keinem ungewollten Kontakt des Spermas im Inneren des Gummis mit der Scheide der Frau kommt. Ansonsten könnten schnell alle Verhütungsversuche vereitelt werden.

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